Posts Tagged ‘Kostüme’

Dior

Friday, November 13th, 2009

Christian Dior wurde 1905 in der Normandie in Frankreich geboren. Seine ersten Jahrzehnte verbrachte er jedoch nicht mit Mode, sondern mit einer Ausbildung im diplomatischen Dienst und einer Tätigkeit als Galerist. Erst als seine kleine Kunstgalerie 1931 in Insolvenz ging, kam er in die Modebranche. Danach hielt sich der junge Designer mit Hutskizzen für die Modistin Agnès über Wasser. Daraus entstanden erste Modekreationen bis Robert Piquet ihn engagierte, für ihn Mode zu entwerfen. Dies gab Christian Dior für das nächste Jahrzehnt neue Beschäftigungen bei unterschiedlichen kleinen Modehäusern. Anschließend schlug ihm der Textilfabrikant Marcek Boussac vor, die künstlerische Leitung für ein neu zu gründendes Haute Couture-Haus zu Übernehmen. Die Marke Christian Dior war geboren.

Nachdem die Europäer während des 2. Weltkrieges schlimme Zeiten hinter sich gebracht hatten, traf Christian Dior seit 1947 mit seinem „New Look“ den Nerv der Zeit.
Dieser ging einen Schritt zurück, da der Designer die Kleidung, die vor dem Zweiten Weltkrieg getragen wurde, adaptierte. Sie war gekennzeichnet durch eine schmale Taille, ein figurbetontes Oberteil, kurze Jäckchen und weite, schwingende Röcke. Christian Dior nannte die Kollektion „Ligne Corolle“, was auf Deutsch Blütenkelch-Linie bedeutet und den Kleidungsstil perfekt beschreibt. Noch im gleichen Jahr brachte der schnell beliebte Designer seinen Duft „Miss Dior“ auf den Markt, ein Jahr später wurde „Christian Dior New York Inc“ gegründet. Dies war der Startschuss für die Herstellung von Nyonstrümpfen, Maßschuhen und Modeschmuck.

Nach dem Tod von Christian Dior, zehn Jahre nach Gründung des Modelabels, übernahm Yves Sant Laurent die Leitung des Hauses. Heute ist John Galliano erfolgreicher Chefdesigner von Dior, während das Modelabel selbst zur LVMH Gruppe gehört. Kennzeichnend für die Marke ist das CD Logo und eine präzise Schnittführung, die an Haute Couture erinnert.

Prada

Tuesday, November 10th, 2009

Prada existiert bereits seit fast 100 Jahren. Seit 1913 um genau zu sein. Damals noch unter dem Namen „Fratelli Prada“ (dt: Gebrüder Prada) bekannt, verkaufte es ausschließlich biedere Lederwaren, meist Koffer und Taschen aus Schweinsleder, denen es jedoch an Luxus nicht fehlte und die den Grundstein für den Erfolg Pradas legten. Gründer war Mario Prada.

Erst mit der Übergabe der Firma 1978 an seine Enkelin Miuccia Prada, begann die eigentliche Erfolgsgeschichte. Dank der von Miuccia Prada entworfenen schwarz glänzenden Handtaschen aus Fallschirmylon, deren silberner Verschluss mit dem Prada-Logo versehen war und einigen erfolgreichen Schuhkollektionen erlebte das Label bereits zwei Jahre nach der Übernahme seinen großen Aufstieg. Es folgte die Prada Bag, ein kleiner, stadttauglicher Rucksack für die Dame der Welt. Langsam aber sicher begann sich Prada an die großen Modefirmen heranzutasten.

Kennzeichnend für Prada sind vor allem die strenge und elegante Schnittführung, sowie die Mischung verschiedener, zum Teil extravaganten Stoffe und die exotischen Farben und Muster. Für ihre Kreationen mischt Miuccia Prada Natur- mit Kunstfasern und Luxus-Stoffe mit Werkstoffen. Die Farben wechseln von Saison zu Saison, jedoch individuelle Farbkombinationen bleiben jedoch. Präsentieren andere Labels Pastelltöne, zeigt Prada erdfarben. Feiern andere Marken futuristische Designs, stellt Prada schlichte Kollektionen vor.

Anfangs wurde Prada unter anderem deshalb als „Prada Ugly“ verspottet, was das Label jedoch nicht weniger erfolgreich machte – im Gegenteil. Dadurch, dass die Marke oft Trends entwarf, die von anderen Labels abwichen, sprach sie einen ganz neuen Kundenkreis an, eben alle diejenigen, die anders sein wollten.

Ob nun bei Prada Brillen, Prada Schuhen, den legendären Handtaschen oder Kleidern aus der Modekollektion, Prada setzt sich immer von den Mitbewerbern ab.

1992 gründete Prada ein zweites Label namens „Miu Miu“, dessen Name eine Anspielung auf den Spitznamen der Designerin darstellt. Dieses ist mit seinen nonkonformistischen Schnittmustern für die jüngeren und noch nicht ganz so zahlungskräftigen Kundinnen gedacht.

Das Sortiment für Accessoires umfasst bei Prada übrigens Geldbeutel, Gürtel, Schlüsselanhänger, in Leder gebundene Adressbücher und Prada Düfte.

JOOP!

Thursday, October 8th, 2009

Wenn man den Namen JOOP! hört, denkt man gleich an einen der berühmtesten deutschen Designer, der seinen Namen der Firma gab. Der 1944 in Bornstedt bei Potsdam geborene Designer Wolfgang Joop, kam eher über Umwege zur Mode. Er wuchs auf dem Bauernhof seiner Familie nahe dem berühmten Schloss Sanssouci auf, bis die Familie dann nach Braunschweig umsiedelte. In Braunschweig beendete er seine schulische Ausbildung mit dem Abitur und fing auf Drängen seines Vater ein Studium im Bereich Werbepsychologie an, beendete dies jedoch vorzeitig und schlug sich dann als Restaurator durchs Leben. Von diesem Zeitpunkt an, begann Wolfang Joop, sich mit Kunst zu beschäftigen. Inspiriert von der Arbeit als Restaurator und den aufflammenden Interesse für die Kunst, begann er 1968 mit einem Studium der Kunstpädagogik. Aber auch dieses brach er vorzeitig ab. Seine eigentliche Karriere begann erst 1970, als er zusammen mit seiner Ehefrau Karin an einem Modewettbewerb der Zeitschrift „Constanze“ teilnahm und prompt die ersten 3 Preise gewann. Aufgrund des Erfolges bei dem Wettbewerb, erhielt eine Stelle als Moderedakteur beim Frauenmagazin „Neue Mode“. Den Job kündigte er jedoch 1971 um sich als freiberuflicher Journalist und Designer zu verwirklichen. Es dauerte dann noch bis 1978, dass Wolfgang Joop seine erste eigene Pelzkollektion auf den Markt brachte. Diese Kollektion fand weltweit Anklang und wurde sogar von der berühmten New York Times gewürdigt, die Ihm den Ehrentitel “Prussian Designer” (”Preußischer Designer”) verlieh.

Das Markenzeichen Joop wurde erst 1982 zu seiner ersten Prêt-à-porter-Damenkollektion eingeführt. 1985 folgte dann eine Herrenkollektion. Die Marke JOOP stand nun für Luxus und Exklusivität aus Deutschland, kein Wunder also, dass Wolfgang Joop 1987 seine erste Parfümkollektion auf den Markt brachte und einen entscheidenden Punkt an seinem Logo JOOP änderte. Mit der Einführung der Parfümserie setzte er an sein in Großbuchstaben geschriebenes Logo JOOP noch ein Ausrufezeichen um die Energie zu symbolisieren, die sich hinter Marke verbirgt. Das heute bekannte Logo JOOP! war geboren. Dank all dieser Veränderungen entwickelte sich JOOP! Von nun an von einem reinem Designerlabel zu einer Lifestylemarke. Die Angebotsvielfalt reicht heute von Bekleidung, Parfüms, Handtüchern und Sonnenbrillen bis hin zu Wasserhähnen. Selbst ein Service, welches er in Zusammenarbeit mit der Meißner Porzellan-Manufaktur designt hat, kann man heute im Hause JOOP! erwerben.

Alle Produkte der Marke JOOP!, werden seit 1997 von der JOOP GmbH vertrieben, von der Wolfgang Joop 1998, 95% seiner Anteile, an den Hamburger Wünsche Konzern verkaufte. Die restlichen 5% seiner Anteile, verkaufte er 2001 und zog sich somit auch als Chefdesigner zurück.. Seit dem konzentriert er sich voll und ganz auf das 1999 gegründete Label „Wunderkind“.