Als in den 1850er Jahren die Nachricht von Goldfunden in Kalifornien bekannt wurde, wollte auch der deutsche Einwanderer Levi Strauss einen Teil davon abhaben. Zusammen mit seinem Bruder ging der Stoffhändler nach San Francisco, um an der Westküste ein Textilwarengeschäft zu eröffnen. Anfangs schneiderte er dort aus brauner Zeltplane Hosen für die Goldgräber. Ein Schneider namens Jacob Davis hatte die Idee, die Ecken der Hosentaschen der Arbeitshosen und das untere Ende des Hosenlatzes mit Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken um noch robustere Hosen zu erschaffen. Da er aber auf Grund von Geldmangel kein Patent darauf anmelden konnte, wandte er sich an Levi Strauss.
Dieser hatte in der Zwischenzeit damit angefangen, seine Hosen aus blauem Denimstoff zu fertigen. Dieser Denimstoff stammte aus einer Gegend der USA, in der sich auch die italienische Stadt Genua befand. Aus der französischen Form des Städtenamens „Gênes“ entwickelte sich in der amerikanischen Sprache der Begriff „Jeans“. Diesen Namen patentierten der Schneider Davis und der Stoffhändler Strauss gemeinsam. Die vernieteten „Waist Overalls“ stießen auf eine riesige Nachfrage. Im Jahr 1890 wurde die Serie der „neuen“ Hosen „501“ genannt, was noch heute ein wichtiger Begriff bei Levi’s Hosen ist. Das Model Levi’s „501“ ist bis heute vermutlich die bekannteste und meistgetragene Jeans der Welt.
Um 1920 kam der Ausdruck Blue Jeans auf und in den 1950er Jahren, nach dem zweiten Weltkrieg, wurden die beliebten Jeans von den Amerikanern nach Deutschland importiert. Schnell trugen deutsche Jugendliche Jeans als Symbol des Protests und der Rebellion. Die Jeans wurden auch „Texashosen“ genannt und erreichten durch Filmstars wie James Dean einen noch größeren Bekanntheitsgrad. Das Levi’s Sortiment hat sich bis heute stark erweitert, jedoch an Beliebtheit nicht verloren. Bis heute tragen Kunden mit Zufriedenheit die, mit der Zeit weiterentwickelte, Levi’s „501“, sowie die Modelle „901“ mit Knopfleiste und die „507“ mit einem leichten Boot-Cut. 2003 wurde anlässlich des 130 Geburtstages der Jeans die Levi’s „Type 1“ entworfen, 2006 folgte die Levi’s „Rewire DLX“. Außerdem gehören weitere Hosen aus Cord und Leder, Shirts, Gürtel, Unterwäsche und Accessoires zum Sortiment.
Levi’s Hosen sind übrigens an dem roten Etikett erkennbar, das sich an der linken Seite der rechten hinteren Hosentasche befindet und den Markennamen aufweist.
