Mit 150 Dollar zum Modeguru der 1990 Jahre
Der gleichnamige Gründer des bekannten Labels wurde 1951 geboren und wuchs in einer Großfamilie mit insgesamt neun Kindern auf. Vielleicht, man kann darüber natürlich nur spekulieren, entschied er genau aus diesem Grund, sich von seinen Geschwistern abzuheben, indem er mit 18 Jahren seine Schullaufbahn beendete um seine eigenen Pläne zu verwirklichen. Gemeinsam mit Freunden und nur 150 Dollar Startkapital gründete Hilfiger 1969 eine Boutique namens People’s Place in New York. Dort gab es, passend zur Flower- Power- Zeit, Schlaghosen, Blusen mit Perlen, gehäkelte Westen und Patchworkjacken.
Später, Ende der 1970 Jahre, rückte Tommy Hilfiger weiter in die City und gründete 1982 Tommy Hilfiger, Inc., im Anschluss folgte 1984 seine erste eigene Kollektion, die Jeans und Sportmode für Männer enthielt.
Mitte der 1990 Jahre erweiterte Hilfiger sein Sortiment schließlich durch Frauenbekleidung, Brillen, Schmuck, (Unisex-) Parfüms und Wohn-Accessoires und wurde damit der Mode-Guru seines Jahrzehntes. Schlichtes Design, auffällige Beliebtheit (alternativ: Schlichtes Design bei besonderer Beliebtheiz). Es war jedoch keine Mode im Sinne der Haute Couture, die das schlichte Design Hilfigers Ende der 1990 Jahre letztendlich an die Spitze der Branche setzten, sondern sein Marketinggeschick und der Verkauf seines Namens als Label, erkennbar an dem gestickten rot-blau-weißem Quadrat auf jedem Stück seiner Kollektion.
Bis heute ist Tommy Hilfiger eine der größten Marken der Welt, die Spanne der Kunden reicht vom „Gangster Rapper“ bis hin zum 60-jährigen Golfer, in diesem Ausmaß schaffte es zuvor kaum ein anderer. Dies funktioniert vor allem durch sowohl alltagstauglich, als auch preislich erschwingliche Kleidung. Heutzutage reicht das Sortiment von Tommy Hilfiger von der Klassik- und der Sportkollektion für Damen und Herren, sowie einer eigenen Kollektion für Kinder und Kleinkinder, über Abendgarderobe (Maßanzüge, Kleider), Unterwäsche, eine eigene Golfkollektion, eine Denim-Kollektion, bis hin zu unzähligen Accessoires wie Brillen, Uhren, Taschen, Schuhen und Regenschirmen.
Übrigens, den Namen Peoples Place gibt es auch heute noch im Zusammenhang mit Tommy Hilfiger. Allerdings nicht mehr wie ursprünglich als Modegeschäft, sondern vielmehr als virtuelle Zeitung, die auf der offiziellen Tommy Hilfiger Website über die aktuellsten Themen berichtet.
