Um gegen den steifen, konservativen Modestil der fünfziger Jahre zu rebellieren und etwas Neuartiges zu erschaffen, gründete die aus Ägypten stammende Wahl-Pariserin Gaby Aghion 1952 das Label Chloé. Die Designerin entwarf körperbetonte, leichte Kleidung aus weich fallenden Materialien und nannte den Stil „Luxus Prêt-à-Porter“. Der Name Chloé passte perfekt zur neuen Stimmung in Paris, in dem er jugendliche Frische, Modernität und Freiheit ausdrückte, jedoch gleichzeitig zeitlos war. Einmalig zu dieser Zeit war außerdem, dass es nun kunstvoll gemachte Mode zu kaufen gab.
Im folgenden Jahrzehnt arbeitete eine Reihe von jungen, zweitklassigen Designern bei Chloé, die den Pret-á-Porter Stil der Folgezeit entscheidend prägten. 1966 wurde beispielsweise der junge Karl Lagerfeld Chefdesigner. Seine Kreationen aus blumigen Stoffen und fließenden Linien trafen genau den Nerv der Zeit, wurden schnell beliebt und charakteristisch für den typisch-romantischen Chloé-Look. Unter der Leitung des jungen Designers wurde Chloé schnell zu einem der wichtigsten Modelabels der siebziger Jahre. Stars wie Jaqueline Kennedy oder Brigitte Bardot gehörten zu wichtigen Kunden des Hauses. Aber auch andere Designer wie Stella McCartney stellten ihr Können bei Chloé unter Beweis.
Mit der Übernahme des Luxusgüterkonzern Richemont Group, war die weltweite Verbreitung der Marke „Chloé“ sicher.
Seit März 2008 ist Hannah MacGibbon Kreativdirektorin und wird einen Teil des Chloé Vermögen erben. Unter den Chloéfans von heute finden sich unter anderem Kirsten Dunst und Natalie Portman. Derzeit gibt es vier Linien von Chloé: „Chloé“, „See by Chloé“, „Accessoires“ und „Children’s Wear“.
