Eigentlich wollte Giorgio Armani Arzt werden. Ein Glück, dass er sein Medizinstudium abgebrochen hat. Sonst könnten wir uns heute nicht an seiner Mode erfreuen, die den Casual-Look revolutionierte und für ihre unorthodoxen Jacketts und Anzüge für Männer, als auch für Frauen, berühmt wurde.
Über Umwege kam Giorgio Armani nach seinem Studium zum Beruf Modedesigner. Zuvor war Georgio nämlich Schaufensterdekorateur, später Austellungsarrangeur und wurde schließlich Modeeinkäufer und Leiter der Herrenmodeboutique La Rinascente. Durch seine Arbeit in dem Mailänder Warenhaus wurde Nino Cerruti auf Armani aufmerksam und beauftragte ihn, eine Modelinie für ihn zu designen. Bei anschließenden freiwilligen Arbeiten für Ungaro und Zegna lernte Armani fleißig an Erfahrungen dazu, bis er letztendlich 1974 sein eigenes Modelabel für Herren gründete. Ein Jahr später folgte eine Modelinie für Damen. Das Label wurde nach ihm benannt. „Giorgio Armani S.p.A“ war damit geboren.
Sein schneller Erfolg geht auf seine Herrenlinie zurück, die als erste ihrer eine innovative, fließende Eleganz ausstrahlte und der Männermode eine neue, zuvor unbekannte Bequemlichkeit brachte. Der Erfolg reichte sogar so weit, dass Giorgio Armani es 1991 bis zum Ehrendoktorat des „Royal College of Art“ schaffte.
Den internationalen Durchbruch erreichte Giorgio Armani mit der Ausstattung verschiedener Hollywoodgrößen wie Lindsay Lohan, Katie Holmes oder Richard Gere.
Anschließend kam dem Designer die Idee, sein Unternehmen in mehrere Segmente zu unterteilen, um dem Kunden eine größere Auswahlmöglichkeit zwischen den verschiedenen Vorstellungen von Preis und Qualität zu bieten.
Er teilte das Label in „Giorgio Armani“, „Emporio Armani“, „Armani-Accessoires“ und „Mani“ auf. Später kam das Segment „Armani Schmuck“ hinzu.
Wie bereits oben erwähnt, wurde der Designer durch seine Jacketts und Anzüge für Männer und für Frauen berühmt. Die Jacketts kombinierte er revolutionär zu T-Shirts und seinen Jeans und war damit der Begründer des Casual-Looks, welcher legere, leichte und progressive Mode beschreibt.
Das Segment „Armani Jeans“ ist nach „Armani Exchange“ das preisgünstigste Label von Giorgio Armani. Es beinhaltet eine komplette Kollektion jugendlicher Kleidung und soll vor allem die junge Generation ansprechen. Laut dem Designer inspiriert ihn diese Generation vor allem bei der Entwicklung der Jeans, die Freiheit und Unabhängigkeit repräsentieren sollen.
Dafür steht auch der das Symbol von Armani, der Adler. Das berühmte Zeichen mit den Initialen GA stellt das Armani-Logo dar. Er findet sich vor allem in den Freizeit- und Sportkollektionen wider, die im Gegenteil zur eleganten Linie, schlicht, unauffällig und dennoch exklusiv und luxuriös sind.
Inzwischen beinhaltet das Armani Imperium übrigens nicht mehr nur Mode, sondern auch Gastronomien, einen Wellnessanbieter, einen Buchverlag, eine Konfiserie und einen Blumenhandel.
