Anfang des 20. Jahrhunderts gründete der Sattlermeister Guccio Gucci eine Firma in Florenz, die sich vor allem auf Sattel spezialisierte. Durch zahlreiche Auslandsreisen bekam er Kontakte zur internationalen Modewelt und eröffnete nach und nach Filialen in Italien, in denen er selbst gefertigte, exklusive Lederwaren verkaufte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, innerhalb weniger Jahre wurde der Laden sehr beliebt. Das Sortiment war sehr vom Reitsport beeinflusst und die Trensen- und Steigbügelmotive wurden zu bleibenden Symbolen des Modehauses.
Nach dem zweiten Weltkrieg konnte der Designer schnell an seinen Erfolg anknüpfen. Durch den Mangel an Waren jeglicher Art, griff Guccio Gucci auf alternative Waren zurück und entwarf die bis heute berühmte Guccitasche mit einem Henkel aus Bambus und klassischer Mokassin. Andere Taschen bestanden aus Hanf, Leinen oder Jute.
Im darauffolgenden Jahrzehnt brachte Gucci die ersten Strickwaren auf den Markt und prominente Kundinnen wie Grace Kelly oder Jacky Kennedy trugen dazu bei, dass der Name Gucci schnell überall auf der Welt bekannt und beliebt wurde. Letztere verhalf der Schultertasche von Gucci zu ihrem legendären Namen „Jacky O“.
Heutzutage ist Gucci nicht mehr im Familienbesitz, Frida Giannini ist nach einer erfolgreichen Karriere bei Fendi nun Chefdesignerin des Hauses Gucci.
Sie brachte nach Tom Ford, der vor allem tristes Schwarz und Düsternis akzentuierte, Leben in das Label. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger wollte Giannini die Kollektionen leichter und tragbarer machen, zudem sollten sie mehr Erotik ausstrahlen. Aus diesem Grund entwarf sie lange Blumenkleider und figurnahe Polohemden, was für Gucci revolutionär war. Außerdem schaffte sie es, ihren Stil nicht nur in der Mode, sondern auch in allen anderen Stücken der Kollektionen, wie Handtaschen oder Parfums einfließen zu lassen, sodass eine durchgängige Linie entstanden ist, die Gucci ausmacht.
Gucci ist bis heute ein Statussymbol, das Luxis, Tradition, Handwerk und Kunst in sich vereint und ist aus Luxuskaufhäusern nicht mehr wegzudenken.
Neben klassischer Damen- und Herrenmode gibt es Brillen, Jeans, Schmuck und diverse Accessoires. Auch gibt es eine eigene Parfumlinie.
