Versace

Der Gründer und Namensgeber Gianni Versace wurde 1946 in Kalabrien in Italien geboren und studierte nach seinem Abitur Architektur und lernte den Beruf Schneider im Geschäft seiner Mutter.
Nachdem er die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, tätigte er im Unternehmen seiner Familie als Stoffeinkäufer. Dadurch konnte er nach einigen Jahren zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu namhaften Stoffherstellern aufbauen und wurde im Jahr 1968 erstmals selbst als Modedesigner tätig, als er für mehrere italienische Modehersteller arbeitete.
Nach seinem Umzug in die Modestadt Mailand arbeitete Gianni Versace für die Marken Callaghan und Genny und feierte nach drei Jahren erstmals große Erfolge in den USA.
Daraufhin kam ihm die Idee, sich selbstständig zu machen. Das Label Versace war geboren.

Die erste Boutique öffnete 1979 in Mailand, die erste Pret-à-Porter-Show folgte kurze Zeit später.
Die Mode Versaces wurde durch ungewöhnliche Materialzusammenstellungen, auffällige Muster und flammende Farben geprägt. Auch Jeans wurden auf den Laufstegen vorgestellt, womit Gianni Versace der erste Designer war, der diesen Schritt wagte.
Den internationalen Durchbruch erreichte das Label in den 1980er Jahren. 1985 war Gianni Versace der erste Modedesigner weltweit, der im Londoner Victoria und Albert Museum seine Kollektionen präsentieren durfte.

Durch Werbekampagnen mit Madonna, Bon Jovi, Demi Moore und Halle Berry sprach das Label neue Kundenkreise und stieg dadurch weiter in seinem Bekanntheitsgrad. Die Werbung von Versage symbolisiert bis heute den Reichtum an Farben und Luxus.

Momentan konzentriert sich das Label auf zwei Marktbereiche.
Das Hauptlabel „Versace“ bietet Kleidung, Accessoires, Schmuck, Uhren, Parfum und Kosmetika, sowie Wohnaccessoires an. Alle Produkte aus der Versacelinie sprechen Kundschaft aus der Oberschicht an.

An jüngere Kunden richtet sich der zweite Marktbereich den Labels „Versace Collection“, „Versace Sport“ und „Versace Jeans Couture“.
Letzteres ist reich an Basic-Teilen, zugleich aber auch sinnlich, bunt, detailreich und verspielt – eine Mischung aus klassischer, eleganter Mode und außergewöhnlicher, glamouröser Stücke und Accessoires.
Zusätzlich mischt Versace mit „Atelier Versace“ in der Haute-Couture kräftig mit.

Seit dem Mord an Gianni Versage 1997 leiten seine Geschwister Donatella und Santo Versace die Firma, Donatella führte bereits drei Monate nach dem Führungswechsel ihre erste eigene Pret-à-porter Show vor, die von der Vogue in höchsten Tönen gelobt wurde.
Die Haupterbin des Familienunternehmens ist jedoch die Nichte von Gianni und Tochter von Donatella: Allegra Versace.

Louis Vuitton

Exklusives Reisegepäck seit über 150 Jahren

Das berühmte Label Louis Vuitton, das vor allem durch seine Koffer und Taschen bekannt wurde, existiert seit über 150 Jahren. 1854 gründete der Unternehmer und Namensgeber Louis Vuitton das Label in Paris. Die Idee dahinter war, Koffer zu entwerfen, die sich sowohl stapeln ließen, als auch aus wasserabweisend, strapazierfähigen Material waren und die veraltete Reisetruhen ersetzen sollten.
Im Jahr 1985 öffnete Louis Vuitton aufgrund der immer größer werdenden Publizität seinen ersten Laden außerhalb Frankreichs, in der Oxford Street in London.

1896 erschien erstmals das weltberühmte LV-Symbol unter der Leitung von Louis Vuittons Sohn. Die Verwendung von Blumen und den Vierecken im „Monogramm Canvas“ basierten auf dem Trend japanische und orientalische Designs zu verwenden, der durch den Jugendstil aufgekommen war.
Unter der Leitung vom Enkel des Gründers ab 1936 versuchte man das Sortiment zu erweitern, in dem man am „Monogramm Canvas-Muster“ arbeitete, um es für Geldbeutel, Brieftaschen und Handtaschen zu nutzen. Inzwischen war das Label Louis Vuitton schon in vielen Orten der Welt verbreitet und feierte 1978 seine ersten Ladeneröffnungen in Japan.

1987 erwies sich als weiteres wichtiges Jahr für das Unternehmen. Moët Hennessy, der berühmte Hersteller von Champagner und Weinbrand verband sich mit der Louis Vuitton Company zu „Moët Hennessy Louis Vuitton“ (LVMH). Insgesamt gehören inzwischen 56 Marken zu diesem Konzern. Die Hälfte des Umsatzes macht Louis Vuitton.

Ab 1997 wurde Marc Jacobs als Modedesigner bei Louis Vuitton verpflichtet. Seine erste Aufgabe war es, eine Modelinie für das französische Traditionshaus zu entwickeln, das bisher nur für seine Taschen berühmt war. Der Umsatz stieg daraufhin auf 1,2 Milliarden Euro im Jahr. Heute gehört Louis Vuitton mit Marc Jacobs’ Prêt-à-porter-Linie zur ersten Riege der Designer Labels.

Über den Stil und die Kundschaft des Labels sagt der Designer: „Die Vuitton-Frau ist schillernd, glamourös und extrovertiert, egal in welche Richtung der Trend gerade geht“

Und noch eine letzte, kleine Information. Die Louis Vuitton Koffer der Gäste der Titanic 1912 sollen nach dem Schiffsunglück noch Tage lang auf dem Wasser getrieben sein – ob man dies nun als Zeugnis der Qualität meint, oder eher nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

Miss Sixty

Das Label Miss Sixty wurde 1991 von der SixtyGroup, zu der unter anderem Energie und Killah gehören, gegründet. Dieses Unternehmen steht seit Jahren für modener und hippe Mode zu moderaten Preisen. Miss Sixty beinhaltet ausschließlich Damenbekleidung und ist damit das weibliche Pendant zur Marke Energie. Beliebt ist die Kleidung hauptsächlich unter jungen Frauen und Mädchen ab dem Teenageralter.
Weltweit besitzt Miss Sixty heute über 100 eigene Filialen und wird zusätzlich in unzähligen weiteren Geschäften vertrieben.

Richtig bekannt wurde Miss Sixty durch seine sehr eng, tief sitzenden Jeans Modelle, wobei das Model „Tommy“ wohl das namenhafteste darstellt. Es handelt sich hierbei um ein Hosenmodell, das besonders tief auf der Hüfte sitzt und zudem noch sehr figurnah geschnitten ist, was durch seinen hohen Stretchanteil trotzdem sehr bequem ist. Die Farben reichen von sehr hell bis sehr dunkel und existieren in den unterschiedlichsten Waschungen. Der Schnitt ist immer gerade, bis leicht ausgestellt. Das Modell Tommy ist bis heute ein Bestseller.

Überdies gibt es freilich weitere Miss Sixty Modelle, wie zum Beispiel die limitierten Hosen aus der Miss Sixty Unique Denim Linie. Dort findet man aktuelle Schnitte mit extravaganten Details (z.B Federapplikationen, Goldaufdrücke).

Hinzukommend gibt es aus dem Hause Miss Sixty auch Jacken, Oberbekleidung und Accessoires wie Taschen, Sonnenbrillen, Schuhe und ganz neu auch Düfte.

Miss Sixty Kleidung ist übrigens immer jugendlich und hip, verliert dabei aber nie den Aspekt der Tragbarkeit aus den Augen.

Buffalo

Vom Westernstiefel zum Plateau- und wieder zurück

Ursprünglich als Unternehmen zum Import von Westernstiefeln gedacht, wurde das Label Buffalo 1977 in Hochheim am Main gegründet, erkennbar an dem verschnörkelten, fettgedruckten Logo.
Schnell waren die ausgefallenen Cowboystiefel beliebt und populär Man konnte sie in allen Größen, Formen und Farben erhalten, darunter fielen zum Beispiel Pink und Babyblau. Durch die Einzigartigkeit und ständig wachsende Beliebtheit konnte der Gründer Michael Conradi immer mehr Filialen eröffnen und sein Einzugsgebiet erweitern.

Weltweit wurde Buffalo in den 1990er Jahren mit seinen Plateau-Turnschuhen berühmt. Vor allem Stars wie die Spice Girls, die das 10 cm hohe „1310-2“ Modell trugen, machten die Plateauschuhe von Buffalo zu einem Dauerbrenner.

Heute werden die populären Schuhe mit dem dicken Plateau immer noch produziert, finden aber hauptsächlich in der Technoszene an Beliebtheit.

Inzwischen bietet Buffalo zusätzlich eine riesige Palette Schuhe an, darunter fallen under adnere Pumps, Flip Flops, Ballerinas, Stiefel, Sneakers, Stiefelletten, Sandalen und stilvolle High Heels, die gerade bei jungen, modernen Frauen sehr begehrt sind.

Längst gibt es auch komplette Kollektionen für Damen, Herren und Kinder. Neben Jeans findet man Jacken, T-Shirts, Hosen, Röcke, sowie Accessoires und Unterwäsche.

Übrigens werden auch heute noch Westernboots hergestellt. Schau dich doch einfach mal um, vielleicht findest du ja hier was Passendes.

Kenzo

Kenzo, ein Japaner erobert den Pariser Modehimmel

Der 1939 geborene Modedesigner Kenzo Takada, hatte sich früh für Mode interessiert. Bereits 1958 begann er sein Studium an einer der renommiertesten Modeschulen in Tokio. Da die Japaner zu der Zeit, in Sachen Mode, noch sehr traditionell und konservativ waren, beschloss Kenzo Takada im Jahre 1965 nach Paris zu ziehen. Wo er 1970, nach nur 5 Jahren, sein Label Kenzo gründete und im gleichen Jahr noch seine erste Modenschau veranstaltete.

Mit seinen Modenschauen erregte der exzentrischer Designer immer wieder aufsehen, so das die Modenschau 1972 aufgrund des hohen Besucherandranges mehrfach unterbrochen werden musste. Um mehr Publikum unterzubringen und seine Shows auszubauen, entschloss er sich daraufhin seine Shows in Zirkuszelten zu veranstalten, in denen er selbst auf einem Elefant reitend auftrat.

Die Nachfrage nach seinen Damenkollektionen war so groß, dass er sich 1983 entschied auch Herrenmode anzubieten. Kenzo Takada versteht es verschiedene Kulturen in seinen Designs zu vereinen, so verwundert es auch nicht, dass er 1984 von den damaligen französischen Kulturminister Jack Lang zum Ritter des „Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt wurde.

Seit 1988 verkörpert Kenzo Takada nun auch die Düfte und Aromen Asiens in seiner Parfümserie. Allein der Duft „Flower by Kenzo“, der 2000 auf den Markt kam, hat heute schon Kult erreicht. Vor allem mit diesem Duft, möchte er die Philosophie der Firma verkörpern. Auch die Pflegeserie Kenzoki, aus dem Hause Kenzo, erfreut sich großer Beliebtheit, was wohl auch auf die natürlichen Produkte aus dem asiatischen Raum zurückzuführen ist. Kenzoki erfreut unseren Körper u.a. mit Bestandteilen aus Ingwer, Reis, Weißem Lotus und Bambus.

Die Marke Kenzo gehört seit 1993 zum führenden Luxusgüterkonzern Moet Hennessy Louis Vuitton (LVMH), zu dem mehr als 60 Topmarken aus Kosmetik, Mode , Wein & Spirituosen, Uhren und Schmuck gehören.

Yves Saint Laurent

Ein Hosenanzug für Frauen

Yves Saint Laurent, geboren 1936, war das erste von drei Kindern einer französischen Flüchtlingsfamilie, die, ursprünglich aus Elsass-Lothringen nach Oran in Algerien gekommen war. Dort besuchte Yves Saint Laurent ein Gymnasium und machte sein Abitur. Nach einer Theateraufführung, die er in jungen Jahren besucht hatte, begann er, sich für Mode zu interessieren. Dabei sah der elfjährige diese neue Welt als eine Art Fluchtwelt vor den ständigen Hänseleien seiner Mitschüler.
Mit 17 ging Saint Laurent nach Paris um eine Ausbildung zum Mode- und Bühnenzeichner an einer Modeschule zu beginnen. Für die Arbeiten, die während der Ausbildung entstanden, bekam der junge Designer mehrere Preise, zusätzlich wurden seine Zeichnungen in der Vogue veröffentlicht, wodurch der Designer Christian Dior auf ihn aufmerksam wurde und ihn sogleich einstellte. Bis zu dessen Tod 1957 arbeitete Yves Saint Laurent nun bei Dior, danach übernahm er die künstlerische Leitung des Unternehmens.
Dort revolutionierte der Designer unter anderem transparente Stoffe die heute vor allem unter dem Begriff „Nude-Look“ bekannt sind. Außerdem verwendete er schwarze Stoffe und Jersey, die anfangs kaum auf Begeisterung stießen, jedoch später einen Trend schufen.
Da seit 1955 in Algerien Krieg war, wurde der Designer 1960 zum Militärdienst in sein Heimatland geschickt. Ebendort erhielt der junge Mann bereits nach wenigen Tagen einen Nervenzusammenbruch und wurde daraufhin in eine Klinik eingewiesen, die ihn mit Elektroschocks und Drogen behandelte. Dies war der Start in eine lebenslange Abhängigkeit und die Kündigung bei Dior. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Bergé verklagte der Designer das Modehaus und erhielt mehr als 100.000 US $ Entschädigung. Mit diesem Starkapital konnten die beiden 1962 ein eigenes Modelabel, „Société Yves Saint Laurent“, gründen.
Mit den Kollektionen, die der Designer für sein eigenes Haus entwarf, schrieb er Geschichte. Vor allem der erste Smoking für die Frau 1966 war außergewöhnlich und schlug einen völlig neuen Weg ein.
Aber auch in anderen Themen verhielt sich der Designer moderner und toleranter. So drohte er beispielsweise 1988 der französischen Vogue mit Stornierung der Werbeanzeigen, wenn diese nicht das schwarze Model Naomi Campbell auf das Titelblatt setzen würde.
Im Jahr 2002 beendete Yves Saint Laurent seine Karriere und schloss das erfolgreiche Modeimperium. Sechs Jahre später, am 1. Juni 2008, erlag er seinem schlimmen Hirntumor.

Ed Hardy

Christian Audigier, vom Jeansverkäufer zum Fashion Guru

Genau so kann man den Karriereweg von Christian Audigier, der 1958 in Frankreich geboren wurde, beschreiben. Christian Audigier wuchs in armen Verhältnissen auf und war schon mit 14 Jahren darauf angewiesen, sein eigenes Geld zu verdienen. Eigentlich wollte er Rock Star werden, sah aber schnell ein, dass ihm jegliches Talent fehlte. Aus diesem Grund fing er einen Job als Jeansverkäufer an. Durch seine individuelle Beratung der Kunden, schaffte er es den Store des Labels Mackin, in dem er arbeitete, auf die Nummer 1 der Verkaufszahlen zu katapultieren. Dies blieb natürlich nicht lange unbemerkt und der junge Mann wurde mit 16 Jahren in die Designabteilung von Mackin berufen, wo er anfing seine Ideen zu verwirklichen. Nach Mackin wechselte er auf seiner Karriereleiter mehrmals die Labels und arbeitete u.a. für Diesel (Chefdesigner),American Eagle Outfitters, Lee, Liberto, Levi’s, Kookai und Naf Naf. Seinen Durchbruch hatte er jedoch als Chefdesigner bei dem Label van Dutch, wo er die Trucker Caps durch sein Design weltberühmt machte und das gesamte Label etablierte.

Nachdem er van Dutch verlassen hatte, konzentrierte sich Christian Audigier auf die Gründung seines eigenen Labels. Im Jahre 2004 hatte er die zündende Idee, Tattoomotive auf Shirts zu drucken und kaufte dem Tätowierer Guru Don Ed Hardy alle Rechte an seinen Zeichnungen ab. Auf diesem Wege entstand das erste eigene Label von Christian Audigier, welches den passenden Namen „Ed Hardy“ trägt.

Der Erfolg kam jedoch schleppend. Um die Verkaufszahlen anzuziehen, wusste Christian Audigier, dass er die Hilfe von bekannten Stars brauchte, die seine Sachen trugen. So pendelte er von Hotel zu Hotel und legte vor den Suiten der Promis gratis Shirts, Caps und Schuhe ab. Den Promis gefielen die Sachen und sie trugen sie. Den Durchbruch erreichte der Designer aber erst, als Madonna bei der Adoption in Malawi ein Ed Hardy Shirt trug. Nachdem die Bilder von Madonna um die Welt gegangen waren, erhöhten sich die Verkaufszahlen um satte 600 %.

Mittlerweile kann man die Designs von Christian Audigier an vielen Stars und Sternchen bewundern wie z.B. Paris Hilton, David Beckham, Lindsay Lohan, P.Diddy oder Jamie Foxx. Auch Topmodels wie Heidi Klum, Lena Gerke oder Sänger wie Jay-Z, Madonna, Snoop Dog, Beyonce, Britney Spears und Mariah Carey lieben die Kreationen von Christian Audigier.
Selbst der bekannte Designer Tommy Hilfiger wird des öfteren in den Kreationen von Christian Audigier gesehen. Dies liegt unter anderem an der Markenvielfalt, die Christian Audigier anbietet. Neben Ed Hardy führt er nun weitere Labels wie Christian Audigier, Chrystal Rock, Paco Chicano, Deathcryption, Evel Knievel, C-Bar-A, Savoir Faire und Rock Fabulous. Sein neuestes Projekt ist die Auferstehung des Labels “Smet”, welches ihm mit Erfolg gelungen ist.

Die Designs von Christian Audigier bestechen durch Mut zu gewagten Farbkombinationen und wirklich außergewöhnlichen Motiven. Christian Audigier lebt sein Leben in seinen Designs aus, was womöglich das Geheimniss seines Erfolges ist. Schließlich hat er keinen Grund, sich zu verstellen.

Christian Audigier hat bewiesen, dass man mit Willen und Kreativität ein Modeimperium aufbauen kann und dass er sich den Titel Fashion Guru zurecht verdient hat. Jeder, der eine Kreation von Christian Audigier trägt, trägt auch ein Stück des Lifestyles welches das Label verkörpert.

Hugo Boss

Der Gründer und Namensgeber des gleichnamigen Labels Hugo Boss wurde 1885 in Metzingen geboren. Dort besuchte er die Volksschule und die Realschule, die er jedoch 1899 ohne einen Abschluss verließ. Im Anschluss daran begann er eine kaufmännische Ausbildung. Die Erfahrungen in der Textilbranche machte er in einigen kleinen Webereien. Nach dem Tod seiner Eltern übernahm er deren Manufakturwaren- und Aussteuergeschäft in Metzingen. In den „Goldenen Zwanziger Jahren“, in denen sich die Wirtschaft Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg wieder erholt hatte, gründete Hugo Boss die gleichnamige Schneiderei, in der er Oberhemden, Wäsche, Berufs- und Arbeitskleidung herstellte. Ein weiterer Laden, der sich ebenfalls auf Wäsche und Oberhemden, jedoch auch auf Freizeitkleidung wie Windjacken, Sportartikel und Regenmäntel spezialisierte, wurde 1924 eröffnet.
1931 trat Hugo Boss in die NSDAP und einige weitere, nationalistische deutsche Vereinigungen ein und wurde während des zweiten Weltkrieg zum Produzent von Uniformen für die SS, die Hitlerjugend und die Wehrmacht. Hugo Boss war jedoch nicht die einzige Firma, zu dieser Zeit bestimmte das NS-Regime die Firmenpolitik von ca. 15000 Unternehmen deutschlandweit. Dem kleinen Betrieb wurden rund 150 Zwangsarbeiter zugewiesen, die dementsprechend behandelt wurden.

Nach Ende des 2. Weltkrieges stellte Hugo Boss wieder normale Arbeitskleider, in alter Besetzung von ca. 20 Mann, her, erweiterte sein Sortiment jedoch um Anzüge und Mäntel für Herren. Er trat jedoch aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1948 zurück und überließ seinem Schwiegersohn die Geschäftsführung. Im gleichen Jahr starb er. Im Entnazifizierungsverfahren nach dem Krieg wurde Hugo Boss übrigens als „Belasteter“ und später als „Mitläufer“ eingestuft. Unter der Führung von Hugo Boss’ Nachfahren stieg der Betrieb zum mittelständischen Unternehmen auf, befand sich jedoch trotzdem Ende der 1960er Jahre vor der Schließung. Boss’ Enkel übernahmen das Unternehmen und konzentrierten sich auf die Produktion von exklusiver Herrenkleidung, die vor allem businessorientierte Männer ansprechen sollte. Unter ihrer Leitung wurde zudem eine Kosmetik-, sowie eine Brillenkollektion erprobt. Außerdem bekam das Label ein Erkennungszeichen: den weißen Namen auf schwarzem Hintergrund. Erst seit 1998 führt das Label Hugo Boss auch Damenmode.

Heute gibt es mehrere unterschiedliche Linien bei Hugo Boss. „Boss Black“ ist die Standartlinie. Sie wird sowohl für Männer, als auch für Frauen angeboten und beinhaltet vor allem Business- und Abendkleidung.
„Boss Orange“ ist für ein jüngeres Publikum und individuelle Persönlichkeiten gedacht und bietet unkonventionelle, moderne, verspielte und raffinierte Freizeitmode.
Die Linie „Boss Green“ spricht vor allem Sportler, speziell Golfer an während „Hugo“ Avantgarde-Mode für selbstbewusste Frauen und Männer entwickelt.
Zusätzlich gibt es noch „Boss Selection“, ein Segment, das sich bis heute ausschließlich auf hochwertige Herrenkleidung spezialisiert. Jedes der Segmente wird durch Schuhe, Parfüms und Accessoires im passenden Stil ergänzt.

Ralph Lauren

Ralph Lauren wurde am 14. Oktober 1939 als Ralph Lifshitz in New York von zwei russisch-jüdischen Einwanderern geboren. Den Namen Ralph Lauren legte er sich im Alter von 16 Jahren während seiner High School Zeit zu, im Anschluss daran studierte er Wirtschaftswissenschaft und leistete bis 1964 seinen Militärdienst bei der US Army ab.

Nachdem er wieder nach New York zurück gekehrt war, arbeitete er als Verkäufer bei Brooks Brothers, dem bekannten Modeunternehmen. Vier Jahre später kaufte er die Rechte an der Marke Polo von Brooks ab, und gründete mit Hilfe eines Kredits über 50.000 $ ein Krawattengeschäft namens „Polo“. Es blieb jedoch nicht bei den Krawatten; schnell kam auch Freizeitmode hinzu. Auch der Name änderte sich in „Polo Ralph Lauren Corp.“ Im Jahr 1971 erschien die erste Kollektion für Damen- und Herrenmode, kurze Zeit später folgte eine eigene Kinderkollektion. In den 1980er und 1990er Jahren erreichte das Label solche Beliebtheit, vor allem die USA hatte Gefallen daran gefunden, dass „Ralph Lauren“ zum weltweit erfolgreichsten Modelabel für Sport- und Kinderbekleidung avancierte.

Heutzutage gibt es knapp 20 Herren- und über 15 Damenlabels, wie zum Beispiel „Polo Jeans“, „Ralph Lauren Menswear“ „Polo Sport“ und Linien für Kinder und Sportarten wie Tennis oder Rugby. Zusätzlich produziert die Marke Wohnaccessoires, Kosmetika und Parfüms.
Erkennbar ist die Marke an dem gestickten Polospieler auf vielen Stücken der Kollektionen. Weiterhin verfolgt Ralph Lauren weniger Trends, als dass er seine Mode dem typisch englischen Landhaustil und dem College-Stil aus Neuengland anpasst. Die Freizeitbekleidung orientiert sich unter anderem am College-Look von den Elite-Unis Harvard, Yale und Princeton. Sie ist klassisch, unauffällig und trotzdem elegant. Eine weitere bekannte Linie ist die „Polo“-Kollektion, die ebenfalls eine legere, aber trotzdem edle Mode anbietet.

Converse

Im Jahre 1908 wurde in Massachusetts die „Converse Rubber Shoe Company“ vom Namensgeber Marquis M. Converse gegründet. Die Firma stellte zunächst winterfestes Schuhwerk her, später kamen auch Schuhe aus Segeltuch dazu. 1917 wurden erstmals die erfolgreichen „All Converse“ –Schuhe produziert, die heute unter dem Namen „Chucks“ bekannt sind.
Während man die Schuhe mittlerweile jedoch hauptsächlich als Straßenschuhe nutzt, waren sie ursprünglich als Basketballschuhe gedacht.
Durch die Gummisohle entstand das berühmte „quietschen“ während der Spiele. Der ehemalige Mitarbeiter von Converse, „Chuck Taylor“, der gleichzeitig Basketballprofi war, trug die Schuhe zu seinen Spielen und ließ sich zum Schutz seiner Knöchel an die Innenseiten der Schuhe runde Gummiplättchen nähen.
Ab 1923 wurde dieser Button generell bei jedem Schuh dieses Modells angenäht und mit einem Autogramm des Spielers versehen. Aus diesem Grund wurde der Schuh „Converse All Star Chuck Taylor“ genannt.

Dank des berühmten Spielers und seiner Werbung in der Mannschaft gelang es der Firma, ab 1936 ihre „All Stars“ für die gesamte amerikanische Basketballmannschaft herzustellen. Durch dieses Privileg schafften die Schuhe den Durchbruch und wurden schnell umgangssprachlich nur noch „Chucks“ genannt.
Mit weit über 600 Millionen Paar verkauften Schuhen weltweit sind Chucks heute das erfolgreichste Schuhmodell. Sie bestehen wie damals zu 90 Prozent aus Leinen, besitzen eine Gummisohle, einen Gummifleck über den Zehen und die berühmten Buttons mit der Unterschrift von Chuck Taylor an den Knöcheln.

Inzwischen gibt es noch zwei weitere Varianten. Zum einen den flachen „All Star Low“, der als normaler Halbschuh geschnitten ist und damit den Knöchel frei lässt. Außerdem den All Star X-Hi, der doppelt so hoch ist wie der All Star Hi, bei dem der Schaft umschlagbar ist.